Tag 11: Bewährungsprobe Kindergeburtstag – Verlockungen widerstehen

Veganer Apfel-Crumle (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Veganer Apfel-Crumle (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Samstag ist Familientag. Was könnte da passender sein, als mit Kind und Kegel zu einer Kindergeburtstagsparty zu gehen! Einige Tage zuvor wurden wir von den Gastgebern, die unser veganes Experiment verfolgen gefragt, was wir essen können. Ich habe daraufhin sofort angeboten einen veganen Kuchen zu backen. Das wollte ich eh mal ausprobieren. Ich liebe Äpfel, ich liebe Streusel. Die Entscheidung fiel daher schnell auf einen Apfel-Crumble. Jeder, der mich gut kennt, wird jetzt schmunzeln, weil ich diesen Kuchen oft zubereite. Aber diesmal ist er in der veganen Variante eine Premiere für mich.

Und so wird der Apfel-Crumble zubereitet:

Goldbraun gebackener Apfel-Crumble (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Goldbraun gebackener Apfel-Crumble (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Zehn grosse Äpfel schälen und würfeln. Die Apfelstückchen in eine mit Margarine gefettete Auflaufform geben. Die Äpfel mit ein wenig Zitronensaft beträufeln. Wer mag kann auch noch Rosinen hinzufügen. 125 g Margarine, 200 g Dinkelmehl, 100 g Weizenmehl, 0,5 TL Backpulver, 1 Prise Salz, 80 g Rohrzucker, 5 EL Sojamilch vermischen und zu einem leicht krümeligen Teig kneten. Krümel über die Äpfel streuen und den Crumble im vorgeheizten Backofen bei 180 ° C ca. 35 Minuten goldbraun backen.

Feine bunte nicht vegane Cake-Pops (Bild: zVg)

Bunte nicht vegane Cake-Pops für mich leider nur zum Ansehen (Bild: zVg)

Hätte ich keinen Crumble mitgenommen, dann wäre es mir viel schwieriger gefallen, auf diese feinen selbstgemachten Cake-Pops zu verzichten. Vegan kann bei Partys wirklich sehr, sehr anstrengend sein…

 

 

 

Mittagessen: Yufka mit Auberginen
Natürlich habe ich heute nicht nur Kuchen gegessen. Zum Mittag gab es – weil es schnell gehen musste und es einfach lecker ist – einen mit Auberginen, Kichererbsen und Tomatensauce gefüllten Yufka-Fladen mit Humus. Die Zubereitung dauert nur 5 Minuten!

Gefüllter Gemüse-Yufka-Fladen. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Gefüllter Gemüse-Yufka-Fladen. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Yufka-Fladen mit Auberginen, Kichererbsen, Tomatensauce und Humus. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Yufka-Fladen mit Auberginen, Kichererbsen, Tomatensauce und Humus. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

 

 

 

 

 

 

 

Abendessen: Rotes Thai-Curry

Rotes Thai-Curry (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Rotes Thai-Curry (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Das Gute an einem Curry ist: Es ist schnell zubereitet, besteht aus frischen Zutaten, gelingt und schmeckt immer. Heute gab es Thai-Auberginen, Okra- und Zuckerschoten, Auberginen, rote Paprika, Möhren, Zucchini, etwas Ingwer und Knoblauch.

 

 

Gemüse heiss anbraten. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Gemüse heiss anbraten. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Gemüse in Kokosmilch garen. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Gemüse in Kokosmilch garen. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Zubereitung
Das Gemüse in Pflanzenöl anbraten. Den Inhalt einer Dose Kokosmilch und 1 TL rote Currypaste hinzufügen und ca. 5 Minuten bei mittlerer Hitze kochen. Fertig.

Tag 10: Vanille-Pancakes kommen bei den Kleinen gross an

Vanille-Pfannkuchen warm servieren (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Vanille-Pancakes mit Ahornsirup (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Heute habe ich mit meiner vegetarischen Freundin gekocht. Es gab Vanille-Pancakes, vegan versteht sich. Auch für sie ist mein Experiment eine interessante Herausforderung. Als wir uns mit den Kids zum „Playdate inklusive Kochen“ verabredet hatten, fiel die Entscheidung zwar auf Pfannkuchen – aber vegan? Wie werden Pfannkuchen ohne Milch und Eier schmecken? Neugierig hat sie sich auf das Experiment eingelassen. Das Rezept stammt aus dem Kochbuch „Vegan Love Story“ von tibits & Hiltl. Und was soll ich sagen – die Pfannkuchen haben wunderbar geschmeckt. Auch bei den kritischen Kids kamen die veganen Pancakes prima an; sie haben nicht nur einen Nachschlag verlangt, sondern mehr verputzt als für sie eingeplant war:)

Den Teig ruhen lassen (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Den Teig ruhen etwas lassen (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Zutaten in eine Schüssel geben (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Zutaten in eine Schüssel geben (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Die Zutaten mischen und den Teig etwas  ruhen lassen.

Pfannkuchen mit Pflanzenöl anbraten (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Pfannkuchen mit Pflanzenöl anbraten (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Pfannkuchen beidseitig golbraun backen (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Pfannkuchen beidseitig golbraun backen (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

 

 

 

Eine Pfanne mit neutralem Pflanzenöl leicht einstreichen und einen Schöpflöffel Teig in die Pfanne geben und diesen bei mittlerer Hitze auf beiden Seiten goldbraun backen und  warm servieren.

Schnelle Zitronengrassuppe

Zitronengrassuppe mit Champignons, Paprika und Zuckerschoten (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Zitronengrassuppe mit Champignons, Paprika und Zuckerschoten (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Zum Abendessen habe ich mir eine klare Zitronengrassuppe mit Glasnudeln, Champignons, Zuckerschoten und Paprika zubereitet. Die Suppe ist in nur zehn Minuten zubereitet und schmeckt einfach super.

Zubereitung für 1 Portion:
50 g Glasnudeln mit kochendem Wasser bedecken, 5 Minuten einweichen und dann abtropfen. 2 TL getrocknetes Zitronengras, 1 TL Rohzucker, 1 EL Sojasauce in 250 ml Wasser aufkochen. 3 Champignons, 5 Zuckerschoten, 1/4 Paprika in Streifen schneiden sowie ein Stück frisch gehackten Ingwer und Knoblauch hinzufügen. Die Glasnudeln in die Suppe geben und diese mit etwas Zitrone, Salz und Pfeffer abschmecken.

 

 

Tag 9: Drei vegane Blitz-Rezepte

Fruchsalat mit gepuffertem Amaranth (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Fruchsalat mit gepuffertem Amaranth (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Erfrischender Fruchtsalat
Zum heutigen Frühstück gab es frisch geschnittene Früchte. Ich habe den Fruchtsalat mit ein wenig frisch gepresster Zitrone, Sojarahm und gepuffertem Amaranth aufgepeppt.

Gefüllter Mikrowellenkürbis (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Gefüllter Mikrowellenkürbis (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

 

 

 

Gefüllter Mikrowellenkürbis
Bei der Zubereitung des Mikrowellenkürbisses hat mich eine engagierte kleine Küchenhilfe unterstützt, die sich fragt, warum Mama derzeit so viele Bilder beim Kochen macht.

Und so wird der mit Couscous gefüllte Mikrowellenkürbis zubereitet:

 

Couscous mit Tomatensauce (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Couscous mit Tomatensauce (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Ein wenig Couscous in einer Schale mit frisch gebrühtem Wasser ziehen lassen. Eine klein geschnittene Zwiebel mit etwas Olivenöl in der Pfanne anbraten, dann einige Löffel Tomantensauce dazugeben und köcheln lassen. Den Couscous unterrühren, würzen und mit Petersilie bestreuen.

 

 

Kürbis aushöhlen (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Kürbis aushöhlen (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Den Kürbis entlang des Deckels flach aufschneiden. Kerne und das Fasern mit einem Löffel entfernen. Den Kürbis samt Deckel für ca. 5 Minuten bei 800 Watt in der Mikrowelle garen.

 

Couscous in den Kürbis füllen (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Couscous in den Kürbis füllen (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Mandelmus auf den Couscous geben (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Mandelmus auf den Couscous geben (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

 

 

Den Tomaten-Couscous in den Kürbis füllen.

 

 

 

 

 

Einen Esslöffel Mandelmus mit etwas Mineralwasser mischen und über den Couscous geben. Den Deckel auf den Kürbis legen und für weitere 3 Minuten in der Mikrowelle garen.

Der Couscous kann direkt im Kürbis gegessen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel entnommen werden. Ist simpel und schmeckt sehr fein.

 

Yufkafladen mit Auberginen und Kichererbsen

Yufkafladen mit Auberginen und Kichererbsen (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Yufkafladen mit Auberginen und Kichererbsen (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Aubergine und eingeweichte Kichererbsen mit etwas Olivenöl in der Pfanne anbraten. Einen Schuss Sojarahm hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen. Tomaten schneiden. Den Yufka in einer Pfanne beidseitig kurz erwärmen. Pikanten Humus  daraufstreichen und die Auberginen mit den Kichererbsen auf den Fladen geben und zusammenrollen. Yufka in der Mitte  durchschneiden. Fertig!

Tag 8: Herzhafte Rösti mal anders

Rösti mit knackigen Champignons. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Rösti mit knackigen Champignons und Sojarahm. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Ich wohne in der Schweiz, da versteht es sich von selbst, dass eine feine Rösti hin- und wieder meinen Speiseplan bereichert. Eine kross gebratene Pfannenrösti ist mit Zürcher Geschnetzeltem einfach unschlagbar. Doch Kalbfleisch und Sahne sind derzeit tabu. Wie verhält es sich also mit einer veganen Variante? Ich verwende einfach ganz viele knackige braune Champignons. Die Sahne ersetze ich mit Sojarahm. So einfach kann es manchmal sein. Die Rösti schmeckt auch als veganes Gericht herzhaft und würzig.

Veganes Müsli (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Veganes Müsli (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Gesunder Start in den Tag
Natürlich gab es heute noch mehr zu essen als nur Rösti am Abend. Den Tag habe ich mit einem feinen Müsli aus Sojajoghurt mit Dreikornflocken, Dinkelflakes, gepuffertem Amaranth, Rosinen und Apfelstückchen begonnen. Welch aussergewöhnliche Mischung.

 

Ein feines Reste-Essen: Lahmacun mit Salat. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Ein feines Reste-Essen: Lahmacun mit Salat. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Feines Reste-Essen
Zum Mittagessen gab es nochmal Lahmacun mit Salat. Reste-Essen kann sooooo lecker sein. Ich bereite übrigens immer etwas grössere Portionen zu, da mir die Zeit fehlt, zweimal am Tag warme Speisen zuzubereiten.

Tag 7: Meine erste vegane Bewährungsprobe: Akademischer Essensbesuch aus dem Ländle

Lahmacum mit Sojaschnetzeln. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Lahmacun mit Sojaschnetzeln. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Heute Abend besucht uns unser langjähriger akademischer Freund. Nein, er ist kein Langzeitstudent, sondern er ist schon im zarten Alter von 34 Jahren in der Fachrichtung Entrepreneurship zum Professor berufen worden. Doch das ist mittlerweile auch ein Weilchen her. Wie dem auch sei – unser Professor ahnt noch nichts von seinem Glück oder sollte ich sagen seinem Unglück?! Aber ich finde auch einem fleischessenden gestandenen Mann wird das vegane Mahl munden. Das hoffe ich jedenfalls. Schliesslich habe ich etwas Besonderes für das Abendessen ausgewählt. Es gibt Lahmacun. Vegan natürlich. Der türkische Klassiker wird mit Sojaschnetzeln statt mit Hackfleisch zubereitet. Das Rezept stammt aus dem Kochbuch „Vegan Love Story“ von tibits & Hiltl.

Grüner Beilagensalat. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Grüner Beilagensalat mit Mais. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Als Beilage gibt es einen grünen Salat mit Mais. Ich bin gespannt, ob und wie das Essen bei unserem akademischen Nicht-Veganer ankommt…
Das Backblech spricht jedenfalls für sich. Von insgesamt 12 Stücken Lahmacun ist noch ein Anstandsstück übrig geblieben.

Selbstgemachtes Soja-Mango-Eis. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Selbstgemachtes Soja-Mango-Eis mit Kiwistückchen. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Das selbstgemachte Soja-Mango-Eis mit Kiwistückchen zum Nachtisch hat den gemütlichen Abend mit guten Gesprächen und mit dem aus Dänemark geschmuggelten Bier (für die Gastgeber gab es selbstverständlich die alkoholfreie Variante) abgerundet. Experiment gelungen. Es war sehr lecker. Wir sind satt, zufrieden und glücklich.

Tag 6: Mein erster Hungerast – ist vegan überhaupt gesund?

Vollkorntoast mit Zuckerrübensirup. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Vollkorntoast mit Zuckerrübensirup. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Vollkorntoast mit Schwarzkirschmarmelade. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Vollkorntoast mit Schwarzkirschmarmelade. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Ich starte den Tag mit zwei leckeren Vollkorntoasts, einen esse ich mit Marmelade, den anderen mit Zuckerrübensirup. Dazu gibt es einen Espresso. Schmeckt. So weit, so gut.

 

Knackiger Salat mit Tomaten, Möhren, Mais Oliven. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Knackiger Salat mit Tomaten, Möhren, Mais Oliven. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Am Mittag bereite ich mir einen knackigen Salat zu. Ich esse sehr gerne Salat. Wenn ich ihn als Hauptspeise esse, dann wähle ich gewöhnlich sättigende Zutaten wie Käse, Rinderfilet- oder Putenbruststreifen. Da ich mich derzeit vegan ernähre und es gestern schon Tofu gab und heute Abend die Reste von gestern (Tofu-Gemüse) gibt, entscheide ich mich, die Salatblätter mit Mais, Oliven, Tomaten und Karotten aufzupeppen.

Roggenvollkornbrot mit Leinsamen und Auberginenpaste. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Roggenvollkornbrot mit Leinsamen und Auberginenpaste. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Roggenvollkornbrot mit Leinsamen und Humus mit Curry. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Roggenvollkornbrot mit Leinsamen und Humus mit Curry. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Zum Salat esse ich ein Leinsamenvollkornbrot mit Humus, damit ich überhaupt satt werde. Doch dieses Gefühl hält nicht lange an. Bereits 2 Stunden nach dem Mittagessen beginnt mein Blutzuckerspiegel in den Keller zu sinken. Ich kann mich auf nichts mehr konzentrieren und zittere ein wenig. Der Fall ist klar: ich habe HUNGER. Also mache ich mir eine Soja-Latte in der Hoffnung, dass mich die Sojamilch sättigt. Weit gefehlt. Eine Stunde später esse ich einen Apfel, doch dann halte ich es nicht mehr aus und ich bereite mir ein weiteres Vollkornbrot mit Humus und Tomaten zu. So langsam geht es mir wieder etwas besser. Aber mal ehrlich. Ist der Sinn der veganen Ernährung sich mit Kohlenhydraten vollzustopfen, um satt zu werden? Ist eine vegane Ernährung überhaupt gesund?

Tag 5: Ein veganer Sonntagsschmaus

Dinkelpancakes

Dinkelpancakes mit Ahornsirup. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Dinkelpancakes mit Ahornsirup. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Zum Frühstück gab es heute etwas Besonderes: Vegane Dinkelpancakes, die logischerweise mit Dinkelmehl aber auch mit Sojamilch, Mandelmus und Ahornsirup zubereitet werden. Nicht nur mir haben die Pancakes sehr gut geschmeckt – sie waren im Nu weg. Experiment gelungen.

Tofu-Gemüse mit Zitronengras

Tofu-Gemüse mit Zitronengras. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Tofu-Gemüse mit Zitronengras. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Über Tofu habe ich so einiges gelesen. Er soll nach nichts schmecken. Deswegen habe ich den Tofu in Stücke geschnitten und mit etwas Teriyaki-Sauce und Zitronengras mariniert und einige Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Genau das scheint das Geheimnis zu sein. Denn der Tofu hat die Marinade wunderbar aufgenommen. Dann ging’s ans Gemüse – ich habe mich für Brokkoli, Paprika und Zucchini entschieden. Und so habe ich das Gericht zubereitet: Brokkoli in Stücke schneiden und blanchieren. Tofu scharf anbraten und beiseite stellen. Paprika und Zucchini in Stücke schneiden und mit dem blanchierten Brokkoli anbraten. Zum Schluss die Mungbohnenkeimlinge und den Tofu hinzufügen und mit etwas Soja-, und Teriyaki-Sauce, Erdnussbutter und nach Belieben auch mit Chilipaste abschmecken. Dazu Reis servieren. Fertig. Welch ein veganer Genuss!

Tag 4: Mein veganes kulinarisches Highlight

(Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Gefüllte Paprika mit Couscous. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Heute habe ich mir die Zeit genommen und in diversen veganen Kochbüchern gestöbert. Ich bin schnell fündig geworden und habe mich für ein Rezept aus dem Kochbuch von Martin Kintrup „Vegan für Faule“ (was für ein Titel) entschieden. Faul bin ich zwar nicht (wie ich finde), aber die Rezepte in diesem Buch sind relativ einfach gehalten. Die meisten Zutaten habe ich in der Vorratskammer und muss nicht extra einkaufen gehen. Ich entscheide mich für gefüllte Paprika mit Couscous. Das Rezept wandle ich etwas ab – ich halte mich grundsätzlich nicht an vorgegebene Rezepte. Die Zubereitung ist simpel und dauert ca. 20 Minuten.

Zutaten

  • 150 g Couscous
  • 3 Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Saft einer frisch gepressten Zitrone
  • 2 EL Agavendicksaft
  • 1 kleine Dose gehackte Tomaten
  • etwas Olivenöl
  • Kräutersalz
  • Pfeffer
  • ca. 500 ml Gemüsebrühe

Los geht’s

(Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Couscous-Mischung. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

1. 150 g Couscous in eine Schüssel geben. Eine Knoblauchzehe dazupressen, eine Zwiebel würfeln und ebenso dazugeben wie auch 1 EL Saft einer frisch gepressten Zitrone, 1 EL Agavendicksaft und 150 ml Gemüsebrühe. Anschliessend den Couscous mit Salz und Pfeffer würzen.

2. Paprika waschen und den Deckel flach abschneiden. Die Kerne entfernen, die Couscousmischung in die Paprika füllen und den Deckel daraufsetzen.

Paprika aufschneiden und aushöhlen. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Paprika aufschneiden und aushöhlen. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Paprika mit Couscous befüllen. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Paprika mit Couscous befüllen. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

3. Etwas Olivenöl und den Inhalt einer kleinen Dose Tomaten in einen Topf geben und erwärmen. 200 ml Gemüsebrühe, 1 EL Agavendicksaft, Salz und Pfeffer hinzufügen. Die gefüllten Paprika in den Topf legen und ca. 30 Minuten bei geringer bis mittlerer Hitze garen. Gelegentlich etwas Gemüsebrühe hinzufügen.

Tomatensauce mit Gewürzen köcheln lassen. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Tomatensauce mit Gewürzen köcheln lassen. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

(Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Paprika in Tomatensauce köcheln lassen. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Tag 3: Veganes Fast-Food schnell selbst zubereiten

Vollkornbrot mit Schwarzkirschmarmelade (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Vollkornbrot mit Schwarzkirschmarmelade (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Mein Frühstück heute
Ein kräftiger Espresso mit etwas Agavendicksaft und Vollkornbrot mit Margarine und einer Marmelade aus Schwarzkirschen haben mir den Start in den Tag versüsst. Zugegeben: Es gibt Gesünderes, aber ich will schliesslich auch nicht abnehmen, sondern vegan „durch den Tag kommen“ und das möglichst mit Genuss.

Gemüse-Piadina (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Gemüse-Piadina (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).Vegane Gemüse-Piadina

Mittagessen: Vegane Gemüse-Piadina
Das Mittagessen habe ich ganz schnell zubereitet. Es kann daher unter die Kategorie Fast-Food fallen, wenn der Begriff nicht so negativ besetzt wäre. Wörtlich übersetzt heiss es ja „schnelles Essen“. Über die Qualität sagt das eigentlich nichts aus. Deswegen ist es schade, dass meist frittierte, fettige, ungesunde Speisen mit Fast-Food verbunden werden. Aber es gibt auch schnelle, gesunde Alternativen, wie z. B. eine vegane Gemüse-Piadina. Und so wird sie zubereitet: Ein wenig gelbe Paprika, eine kleine Zwiebel, etwas Fenchel und eine Möhre in Streifen schneiden und mit etwas Olivenöl in der Pfanne anbraten. Die Piadina kurz in einer anderen Pfanne ohne Öl erwärmen, auf einen Teller legen und mit etwas Humus (Kirchererbsenpüree mit Sesam) bestreichen. Zum Schluss das Gemüse auf die Piadina legen, zuklappen und geniessen! (Arbeitszeit 5 Minuten)

Soja Latte Macciato (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Soja Latte Macciato (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Nachmittagsdurchhänger
Am Nachmittag habe ich mich mal wieder etwas unterzuckert gefühlt. Am liebsten hätte ich Schokolade, Kekse oder Kuchen gegessen. Da ich diesbezüglich über keine veganen Produkte verfüge (selbst schuld denke ich mir), habe ich versucht diesen Zustand mit einer veganen Soja-Latte, die ich mit einem Schuss Agavendicksaft gesüsst habe, zu kompensieren. Schmeckt gewöhnungsbedürftig, irgendwie nussig, aber danach gings mir wieder gut.

Pommes mit Auberginen (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Pommes mit Auberginen (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Abendessen: Selbstgemachte Pommes mit Auberginenwürfeln
Ich liebe Kartoffeln. In allen Variationen. Pommes stehen ganz oben auf meiner Liste der Lieblingsgerichte. Sie müssen heiss und cross sein und am besten selbstgemacht. Es gibt einfach nichts besseres! Mein Tipp: Ich koche die Pommesspalten immer in einem Topf mit Wasser vor und wenn die Kartoffeln noch bissfest sind, kommen sie in eine Auflaufform mit etwas Olivenöl, Salz, Pfeffer evtl. auch Rosmarinnadeln und dann ab in den Ofen damit. Die Auberginen würfel ich und würze das Ganze mit Salz, Pfeffer, auch hier kommt noch Olivenöl und Knoblauch dazu. Ab in den Ofen und geniessen.

Tag 2: Auswärts essen ist kompliziert, zu Hause nicht

Veganes Müsli (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Veganes Müsli (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Frühstück zu Hause
Nach einem Tag gibt es noch nicht wirklich viel zu sagen. Ich bin weder euphorisch, noch schiebe ich Frust. Zum Frühstück gabs Haferflocken mit Dinkelflakes, Sojajogurt, Sojamilch, einer halben Banane und ein paar Rosinen. Der Geschmack der Sojaprodukte ist zwar noch etwas gewöhnungsbedürftig für mich, aber das Müsli hat mir geschmeckt und bis zum Mittag hatte ich keinen Hunger.

Vegane Falafel (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Vegane Falafel (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Mittagessen auswärts
IMG-20150219-WA0001_1 KopieDie eigentliche Herausforderung wartete dann am Mittag auf mich, da ich unterwegs war und mir nichts selbst zubereiten konnte. Die Auswahl an veganen Gerichten ist in gewöhnlichen Restaurants wirklich beschränkt. Also habe ich mich für eine Falafel entschieden, ohne Sauce versteht sich, dafür gabs etwas Olivenöl, damit die Kichererbsenbällchen mit dem Salat nicht allzu trocken schmecken. Dennoch: Ohne erfrischende Joghurtsauce schmeckt die Falafel eher fad. Natürlich hätte eine vegane Sauce die Falafel schmackhafter gemacht, doch welcher Imbiss oder welches Bistrot haben schon eine vegane Sauce? Bereits am 2. Tag komme ich mir ein wenig wie eine Aussenseiterin vor.

Spaghetti alla puttanesca (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Spaghetti alla puttanesca (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Abendessen zu Hause
Ich habe selbst gekocht. Es gab „Spahgetti alla puttanesca“ ohne Fisch, aber mit Olivenöl, frischen Tomaten, Knoblauch, Kapern, schwarzen Oliven und etwas Peperoncino. Mmh – das war einfach lecker vegan!