Tag 4: Mein veganes kulinarisches Highlight

(Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Gefüllte Paprika mit Couscous. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Heute habe ich mir die Zeit genommen und in diversen veganen Kochbüchern gestöbert. Ich bin schnell fündig geworden und habe mich für ein Rezept aus dem Kochbuch von Martin Kintrup „Vegan für Faule“ (was für ein Titel) entschieden. Faul bin ich zwar nicht (wie ich finde), aber die Rezepte in diesem Buch sind relativ einfach gehalten. Die meisten Zutaten habe ich in der Vorratskammer und muss nicht extra einkaufen gehen. Ich entscheide mich für gefüllte Paprika mit Couscous. Das Rezept wandle ich etwas ab – ich halte mich grundsätzlich nicht an vorgegebene Rezepte. Die Zubereitung ist simpel und dauert ca. 20 Minuten.

Zutaten

  • 150 g Couscous
  • 3 Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Saft einer frisch gepressten Zitrone
  • 2 EL Agavendicksaft
  • 1 kleine Dose gehackte Tomaten
  • etwas Olivenöl
  • Kräutersalz
  • Pfeffer
  • ca. 500 ml Gemüsebrühe

Los geht’s

(Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Couscous-Mischung. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

1. 150 g Couscous in eine Schüssel geben. Eine Knoblauchzehe dazupressen, eine Zwiebel würfeln und ebenso dazugeben wie auch 1 EL Saft einer frisch gepressten Zitrone, 1 EL Agavendicksaft und 150 ml Gemüsebrühe. Anschliessend den Couscous mit Salz und Pfeffer würzen.

2. Paprika waschen und den Deckel flach abschneiden. Die Kerne entfernen, die Couscousmischung in die Paprika füllen und den Deckel daraufsetzen.

Paprika aufschneiden und aushöhlen. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Paprika aufschneiden und aushöhlen. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Paprika mit Couscous befüllen. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Paprika mit Couscous befüllen. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

3. Etwas Olivenöl und den Inhalt einer kleinen Dose Tomaten in einen Topf geben und erwärmen. 200 ml Gemüsebrühe, 1 EL Agavendicksaft, Salz und Pfeffer hinzufügen. Die gefüllten Paprika in den Topf legen und ca. 30 Minuten bei geringer bis mittlerer Hitze garen. Gelegentlich etwas Gemüsebrühe hinzufügen.

Tomatensauce mit Gewürzen köcheln lassen. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Tomatensauce mit Gewürzen köcheln lassen. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

(Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Paprika in Tomatensauce köcheln lassen. (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Tag 3: Veganes Fast-Food schnell selbst zubereiten

Vollkornbrot mit Schwarzkirschmarmelade (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Vollkornbrot mit Schwarzkirschmarmelade (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Mein Frühstück heute
Ein kräftiger Espresso mit etwas Agavendicksaft und Vollkornbrot mit Margarine und einer Marmelade aus Schwarzkirschen haben mir den Start in den Tag versüsst. Zugegeben: Es gibt Gesünderes, aber ich will schliesslich auch nicht abnehmen, sondern vegan „durch den Tag kommen“ und das möglichst mit Genuss.

Gemüse-Piadina (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Gemüse-Piadina (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).Vegane Gemüse-Piadina

Mittagessen: Vegane Gemüse-Piadina
Das Mittagessen habe ich ganz schnell zubereitet. Es kann daher unter die Kategorie Fast-Food fallen, wenn der Begriff nicht so negativ besetzt wäre. Wörtlich übersetzt heiss es ja „schnelles Essen“. Über die Qualität sagt das eigentlich nichts aus. Deswegen ist es schade, dass meist frittierte, fettige, ungesunde Speisen mit Fast-Food verbunden werden. Aber es gibt auch schnelle, gesunde Alternativen, wie z. B. eine vegane Gemüse-Piadina. Und so wird sie zubereitet: Ein wenig gelbe Paprika, eine kleine Zwiebel, etwas Fenchel und eine Möhre in Streifen schneiden und mit etwas Olivenöl in der Pfanne anbraten. Die Piadina kurz in einer anderen Pfanne ohne Öl erwärmen, auf einen Teller legen und mit etwas Humus (Kirchererbsenpüree mit Sesam) bestreichen. Zum Schluss das Gemüse auf die Piadina legen, zuklappen und geniessen! (Arbeitszeit 5 Minuten)

Soja Latte Macciato (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Soja Latte Macciato (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Nachmittagsdurchhänger
Am Nachmittag habe ich mich mal wieder etwas unterzuckert gefühlt. Am liebsten hätte ich Schokolade, Kekse oder Kuchen gegessen. Da ich diesbezüglich über keine veganen Produkte verfüge (selbst schuld denke ich mir), habe ich versucht diesen Zustand mit einer veganen Soja-Latte, die ich mit einem Schuss Agavendicksaft gesüsst habe, zu kompensieren. Schmeckt gewöhnungsbedürftig, irgendwie nussig, aber danach gings mir wieder gut.

Pommes mit Auberginen (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Pommes mit Auberginen (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Abendessen: Selbstgemachte Pommes mit Auberginenwürfeln
Ich liebe Kartoffeln. In allen Variationen. Pommes stehen ganz oben auf meiner Liste der Lieblingsgerichte. Sie müssen heiss und cross sein und am besten selbstgemacht. Es gibt einfach nichts besseres! Mein Tipp: Ich koche die Pommesspalten immer in einem Topf mit Wasser vor und wenn die Kartoffeln noch bissfest sind, kommen sie in eine Auflaufform mit etwas Olivenöl, Salz, Pfeffer evtl. auch Rosmarinnadeln und dann ab in den Ofen damit. Die Auberginen würfel ich und würze das Ganze mit Salz, Pfeffer, auch hier kommt noch Olivenöl und Knoblauch dazu. Ab in den Ofen und geniessen.

Tag 2: Auswärts essen ist kompliziert, zu Hause nicht

Veganes Müsli (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Veganes Müsli (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Frühstück zu Hause
Nach einem Tag gibt es noch nicht wirklich viel zu sagen. Ich bin weder euphorisch, noch schiebe ich Frust. Zum Frühstück gabs Haferflocken mit Dinkelflakes, Sojajogurt, Sojamilch, einer halben Banane und ein paar Rosinen. Der Geschmack der Sojaprodukte ist zwar noch etwas gewöhnungsbedürftig für mich, aber das Müsli hat mir geschmeckt und bis zum Mittag hatte ich keinen Hunger.

Vegane Falafel (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Vegane Falafel (Bild: Athena Tsatsamba Welsch).

Mittagessen auswärts
IMG-20150219-WA0001_1 KopieDie eigentliche Herausforderung wartete dann am Mittag auf mich, da ich unterwegs war und mir nichts selbst zubereiten konnte. Die Auswahl an veganen Gerichten ist in gewöhnlichen Restaurants wirklich beschränkt. Also habe ich mich für eine Falafel entschieden, ohne Sauce versteht sich, dafür gabs etwas Olivenöl, damit die Kichererbsenbällchen mit dem Salat nicht allzu trocken schmecken. Dennoch: Ohne erfrischende Joghurtsauce schmeckt die Falafel eher fad. Natürlich hätte eine vegane Sauce die Falafel schmackhafter gemacht, doch welcher Imbiss oder welches Bistrot haben schon eine vegane Sauce? Bereits am 2. Tag komme ich mir ein wenig wie eine Aussenseiterin vor.

Spaghetti alla puttanesca (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Spaghetti alla puttanesca (Bild: Athena Tsatsamba Welsch)

Abendessen zu Hause
Ich habe selbst gekocht. Es gab „Spahgetti alla puttanesca“ ohne Fisch, aber mit Olivenöl, frischen Tomaten, Knoblauch, Kapern, schwarzen Oliven und etwas Peperoncino. Mmh – das war einfach lecker vegan!

Vegan ist das neue vegetarisch

Vor 10 Jahren galt jeder, der sich bewusst dem Fleischkonsum verwehrte noch als Exot. Mittlerweile ist diese Ansicht überholt. In den meisten Restaurants gibt es vegetarische Alternativen zu herkömmlichen fleischhaltigen Gerichten. Vegetarier sind längst keine Aussenseiter mehr und auch keine Exoten. Anders verhält es sich mit den Veganern, die konsequent auf Fleisch, Fisch und Milchprodukte verzichten. Eier, Honig und Zutaten wie Gelatine sind ebenso tabu. Attila Hildmann, Koch und bekannter Vertreter der Veganer-Szene hat mit seinem Bestseller-Buch „Vegan for fit, die Attila Hildmann 30-Tage-Challange“ dieser Ernährungsform bereits vor zwei Jahren zur Popularität verholfen und damit einen Medienhype ausgelöst. Die vegane Ernährung soll unter anderem ohne gehärtete Fette, ohne Cholesterin, ohne Hormone und ohne Lebensmittelzusatzstoffe auskommen. Fitter soll man sich fühlen und schmecken soll es auch noch. Das macht mich neugierig. Was zuerst als unverbindliche Spinnerei beginnt, mündet in ein wirkliches Experiment, das bald beginnt. Am 18. Februar 2015 geht es los. Doch warum erst jetzt? Aufgrund meiner Schwangerschaft und Stillzeit habe ich mich entschlossen einen geeigneten Zeitpunkt abzuwarten und starte mein 40-Tage-Experiment pünktlich zu Beginn der Fastenzeit bis Ostern.